Raumnutzungsdaten

Mithilfe dynamischer Infrastrukturdaten kann die Abteilung Engineering und Systeme die Auslastung einzelner Geb?ude, R?ume und unpers?nlicher Studierendenarbeitspl?tze ermitteln und damit Grundlagen für eine effiziente Raumnutzung liefern. Alle Daten sind vollst?ndig anonym und aus Datenschutzsicht unbedenklich.

Weshalb analysiert die ETH die Raumauslastung?

Die Fl?chen der ETH Zürich für Forschung, Lehre und Verwaltung k?nnen mit dem Wachstum bei der Zahl der Forschenden, Studierenden und Mitarbeitenden nicht Schritt halten. Die bestehenden Fl?chen müssen deshalb immer effizienter genutzt werden. 

Derzeit wird die Auslastung an der ETH jedoch nicht fl?chendeckend, sondern nur projektspezifisch erhoben und ausgewertet. 

Was bringt die Analyse?

Die Auswertung dynamischer Infrastrukturdaten zielt auf eine effiziente, an der tats?chlichen Nutzung orientierte Planung und Zuordnung von Geb?uden, R?umen und unpers?nlichen Studierendenarbeitspl?tzen ab.

M?gliche Anwendungen sind die Zuordnung von Vorlesungs- und Seminarr?umen unterschiedlicher Kapazit?t entsprechend der Anzahl der Teilnehmenden, ein Leitsystem zu freien Studierendenarbeitspl?tzen bzw. zu freien Sitzungszimmern für Mitarbeitende oder die nutzungsbasierte Steuerung von Reinigungszyklen und ?ffnungszeiten.

Welche Daten werden erhoben?

Die Abteilung Engineering und Systeme nutzt drei Quellen dynamischer Infrastrukturdaten: die Anzahl der Netzwerk-Verbindungen, Bewegungsmelder und Personenfluss-Sensoren.

Für jeden WLAN-Zugriffspunkt k?nnen die Anzahl Verbindungen ausgelesen werden. Daraus l?sst sich n?herungsweise die Anzahl der Personen in diesem Bereich bestimmen.

  • Vorteil: Die Daten sind ohne Nachrüsten von Hardware verfügbar. Es sind historische Daten verfügbar, wobei sich die Zeitreihen je nach Geb?ude unterscheiden.
  • Nachteil: Die Daten sind nur N?herungswerte. Eine Zuordnung nach Raum ist in der Regel nicht m?glich.
  • Datenschutz: Die erhobenen Daten werden durch die ID vollst?ndig anonymisiert und zeitlich aggregiert, sodass eine Identifikation von Personen oder Ger?ten nicht m?glich ist. Die Meldung enth?lt lediglich die Anzahl Verbindungen pro WLAN-Zugriffspunkt und Zeitperiode. 

Die Bewegungsmelder sind Teil der ROOMZ-Plattform. Sie melden in regelm?ssigen Abst?nden, ob ein Raum frei oder belegt ist.

  • Vorteil: Die Daten werden mit batteriebetriebenen kostengünstigen Sensoren erhoben. Die aggregierte Auswertung bleibt jeweils je Sensor für zwei Jahre verfügbar.
  • Nachteil: Es wird eigene Hardware ben?tigt. Die Daten werden nicht in Echtzeit verarbeitet.
  • Datenschutz: Die erhobenen Daten sind vollst?ndig anonym. Eine Identifikation von Personen ist nicht m?glich. Der Sensor registriert nur die Bewegung, genau wie die Lichtsteuerung im Bad, Keller etc.

Personenfluss-Sensoren registrieren, wie viele Personen innerhalb einer Zeitperiode einen bestimmten Abschnitt passieren. An der ETH sind nur wenige dieser Sensoren im Einsatz, zum Beispiel beim Audimax. 

  • Vorteil: Es k?nnen pr?zise Angaben zur Anzahl der Personen gemacht werden, die innerhalb einer Zeitperiode einen Abschnitt passieren oder einen Raum betreten bzw. verlassen (Genauigkeit von 97 bis 99 Prozent).
  • Nachteil: Es werden spezielle Sensoren für den jeweiligen Durchgang ben?tigt. Für Personenfluss-Sensoren sind keine Daten aus der Vergangenheit verfügbar.
  • Datenschutz: Die Daten sind vollst?ndig anonym und zeitlich aggregiert. Technisch basieren die Sensoren auf niedrig aufgel?sten Stereokameras. Diese speichern aber keine Bilder ab und leiten auch keine Bilder weiter. Vielmehr verwenden sie die Aufnahmen nur lokal zur Berechnung der Anzahl Personen, die den Abschnitt passieren. Danach werden die Aufnahmen sofort wieder gel?scht. Die vom Sensor übermittelten Daten beschr?nken sich also auf die Anzahl Eintritte und Anzahl Austritte je Zeitperiode.

Wie werden die Daten dargestellt?

Die Raumnutzungsdaten k?nnen bei Bedarf mit entsprechenden Tools visualisiert und auf einem Dashboard dargestellt werden. Für die Datenanalyse durch Forschende der ETH, etwa im Rahmen von Living-Lab-Projekten, steht nach Absprache eine Schnittstelle zur Verfügung.

Kontakt

ETH Zürich
Abteilung Engineering und Systeme

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